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Design ist unsichtbar

“… Beiträge von langjährigen Mitarbeitern, Freunden, Kollegen, die sich dem Autor durch gemeinsame Projekte verbunden fühlen, vervollständigen den empfehlenswerten Band.” form

Den Schweizer Soziologen, Hochschullehrer und Publizisten Lucius Burckhardt, der im Jahre 1995 seinen 70. Geburtstag feierte, ehrte der Rat für Formgebung/German Design Council mit einer Monografie, die mit ausgewählten Texten aus den letzten vier Jahrzehnten einen Überblick bietet zu den wichtigsten Positionen dieses exemplarischen Querdenkers auf dem Gebiet der Umweltgestaltung. Das Buch gliedert sich in fünf Abschnitte - Design ist unsichtbar, Die gute Form ist tot, Aus Robinsons Werk, Spaziergangswissenschaft im Vormarsch, Unterricht im Umgang mit unlösbaren Problemen -, die durch aktuelle Beiträge von Architekten, Designern und Gestaltungstheoretikern mit internationalem Ruf ergänzt werden.

Die Publiktion erschien anlässlich der Verleihung des Bundespreises für Förderer des Designs an Lucius Burckhardt.

Zu Burckhardt lässt sich im allgemeinen sagen, dass er in Schriften und Lehre immer die Verbindung von Design zur Gesellschaft gesucht und gezeigt hat. Technokratische Ansätze, wie das der Ulmer Schule, wurden von ihm in witziger, aber scharfer Form kritisiert. In seinen Lehrveranstaltungen war Burckhardt jemand, der sich bis ins hohe Alter (immer im Doppelpack mit seiner Frau Annemarie Burckhardt) für die Umgebung und Lebenswirklichkeiten der jungen Menschen interessiert hat. Er war ein cooler Typ, ein zeitloser Geist. Schon allein sein unkonventioneller Zugang zu Architektur und Stadtplanung, der z.B. den Trampelpfad als Forschungsgegenstand dokumentierte, seine Spaziergangswissenschaft bleiben in der Design- und Forschungslandschaft einzigartig. Das Buch “Design ist unsichtbar” liest sich heiter und kurzweilig und gehört einfach in jeden Bücherschrank.

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